Biographie – Jorge Luis Delgado

“Jorge Luis Delgado” – History Channel

Jorge Luis Delgado:

Als ich mit meiner Mutter und vielen Geschwistern in einem Haus mit einem einzigen Raum aufwuchs, war ich entschlossen, ein moderner wissenschaftlich ausgerichteter Mann zu werden und mein Inka-Erbe hinter mir zurückzulassen. Ich habe in der Schule hart gearbeitet, um mit Wissenschaft eine Karriere und die Basis meines Lebens aufzubauen. Meine Mutter, die die Tracht der Einheimischen aus der Linie der Aymara Yatiris trug (am ehesten könnte man darunter einen Heiler oder Schamanen verstehen), hat sich niemals gegen meine Ideen oder Ziele gestellt. Nach der höheren Schule wurde ich Fremdenführer und liebte meine Arbeit. Es hat mir Freude bereitet, Menschen aus aller Welt zu treffen, und ihnen vom kulturellen und wissenschaftlichen Erbe der Anden, dem Titikakasee und Machu Picchu und anderen besonderen Inka-Ruinen zu erzählen.

In den ersten Jahren als Tour-Guide ging es mir sehr gut. Damals rauchte ich viel, und war über Zigarettenpäckchen als Trinkgeld sehr dankbar. Ich war mit dem anderen Trinkgeld, das mir die Leute ständig zu geben schienen nicht so glücklich. Aus seltsamen Gründen gaben sie mir Kristalle. Ich hatte für die Kristalle keine Verwendung, so gab ich sie weiter. Ich fragte meine Freunde, ob ihnen jemand Kristalle geben würde. Sie lachten nur und sagten nein. Sie waren an Kristallen auch nicht interessiert. Rückblickend gesehen, war die Sache mit den Kristallen das erste von vielen seltsamen Geschehnissen und anders- weltlichen Erfahrungen, die meine gesamte Sicht auf die Wirklichkeit veränderte, aber nicht meine hauptsächliche Beschäftigung. Jetzt habe ich meine eigene Firma, Kontiki Tours, und ein Hotel am Titikakasee und in Cusco. Ich persönlich freue mich, Leuten viele heilige Orte (inkl. Machu Picchu) zu zeigen, nicht als Ruinen, sondern durch das Erbe und den Glauben der alten Inka als lebendige kraftvolle Orte.

Ich wurde schon sehr früh ein Sammler von Handwerkskunst und Textilien aus vielen verschiedenen Gemeinden der Anden und des heiligen Tales. Anfänglich hatte ich Stoffe und Antiquitäten wegen ihrer Schönheit gesammelt. Sie hatten keine besondere Bedeutung für mich, aber mein Wissen über diese Kunst der Andenbevölkerung wuchs. Mein Interesse verlagerte sich zum Erbe und den Traditionen, die in dieser Handwerkskunst eingebunden sind, als ich etwa Mitte Zwanzig war und einen Job für die BBC übernommen hatte. Irgendwie wurde ich der BBC als Tour-Guide empfohlen, der dabei helfen konnte, eine TV-Sendung mit dem Titel „All Gods and New Faces“ zu filmen. Sie kamen nach Puno am Titikakasee und baten mich, Yatiris und Schamanen aus den verschiedenen Anden-Gemeinschaften für die Teilnahme an der Sendung zu finden und zusammenzubringen. Diese Erfahrung brachte mich während der folgenden sechs Monate mit allen Facetten des Glaubens und den Traditionen der Inka in Kontakt. Ich wurde ein Sammler von noch mehr Handwerkskunst, aber ich verstand jetzt deren Bedeutung in der Inkakultur und die spirituellen Zusammenhänge. Während dieser Zeit meines Lebens erlebte ich viele seltsame Begebenheiten, ich tauchte immer tiefer in mein Erbe und meine Wurzeln ein. Mit jeder esoterischen Erfahrung blieb mein wissenschaftlicher Geist immer zweifelnd, aber das Wissen meines Herzens wuchs, bis ich einfach nicht mehr länger durch meinen Verstand geleitet leben konnte.

Jetzt gab es keine Verleugnung meiner Erfahrungen mehr - in einer Wirklichkeit, die sich weit hinaus ausgedehnt hatte zur Gesamtheit des Kosmos. Ich begann, das Wissen über meine Abstammung in den „Inca-Universities“ – den abgelegenen Gemeinden der Anden - zu suchen, die vom modernen Glauben nicht beeinflusst waren. Herausragend unter diesen Gemeinschaften sind die „Quero“, die hoch am Berg Ausangate in der Nähe von Cusco leben. Anthropologen würdigen die Quero dafür, noch immer die ursprüngliche Sprache der alten Inkas zu sprechen und die alten Bräuche und den Glauben lebendig zu halten. Es war der Quero Yatiri, der mich die ursprünglichen Inka-Gesetze lehrte. Als Schulkind hatte ich gelernt, dass die Inka-Gesetze lauten: „Stiel nicht, lüge nicht, sei nicht faul“. Das war für mich negativ und auf Verhaltensanpassung basierend. Kein Wunder, dass sie als Richtlinien für das Leben für mich nicht ansprechend waren. Die Quero andererseits präsentierten 3 sehr positive Inka-Gesetze, die dabei helfen, sich sowohl am Alltagsleben dieser Wirklichkeit zu erfreuen, als auch mit den Sinnen darüber hinauszugehen in eine Realitätserfahrung, die zu innerer und äußerer Freude und Fülle führt.

Die ursprünglichen Inka-Gesetze sind „Munay“ oder Liebe, „Llancay“ oder Arbeit/Dienst, und „Yachay“ oder Weisheit. Das sind positive, sinnvolle Gesetze, die ich als Richtlinien annehmen kann, um mit Ausrichtung und Freude in unserer komplexen modernen Welt zu leben. Mein Inka-Erbe ist für mich nun lebendig. Die geduldigen Augen meiner Mutter können nun die Fortführung des Vermächtnisses sehen, indem ich die Inka-Rituale als Yatiri begeistert annehme, und gleichzeitig in der modernen Kultur lebe.

"In den alten Traditionen wurden die Inkas als die "Kinder der Sonne" betrachtet, und alle Menschen wurden als Inkas betrachtet. Als unser Erbe haben wir das Licht von der Sonne, die die Sonne hinter der Sonne, oder die göttliche Einheit des Kosmos reflektiert. Wir sind alle aufgerufen "Inkas" zu sein, und dieses Erbe unabhängig von unserem kulturellen Hintergrund, Religion oder Meinungen zu teilen. Die Weisheit der alten Inkas ist für alle Menschen, überall auf Mutter Erde (Pachamama). Gegenwärtig treten wir ein in Pachakuti, oder den neuen Sonnenaufgang. In der Inkatradition hat die Erde 500-Jahres Zyklen von Dunkelheit und Licht auf einer spirituellen Ebene.

Ich glaube, dass jetzt positive Energie in einem großen Ausmaß vom Kosmos zu uns ausgedehnt wird, damit positive spirituelle Veränderungen auf unserem schönen Planeten passieren können. Wir treten in den Sonnenaufgang des Lichts ein. Was für eine wunderbare Zeit um zu leben!"

Ich biete Ihnen meine Dienste als Tour-Guide des alten Glaubens der Inka mit praktischen Anwendungen an, um Ihre Lebenserfahrungen zu bereichern und zu erweitern. Es ist an der Zeit, unser modernes Leben zu transformieren und unsere Verbundenheit zu bereichern, indem wir unser Erbe als Kinder der Sonne begeistert annehmen.

In der Inka-Tradition gibt es keine Trennung zwischen physischen und spirituellen Welten. Jorge Luis Delgado ist Experte, diesen Weg zwischen beiden Welten zu gehen. Er erhielt seine frühe Ausbildung von den" Kallawaya- Schamanen" der nordöstlichen Region des Titikakasees, der Linie der "Weisen der Anden", und von den "Q'ero Älteren" von Cusco, die die letzten verbliebenen Stammesnachfahren der Inkas sind.

Als Autor von "Andean Awakening: an Inca Guide to Mystical Peru" veröffentlicht in Spanisch und Englisch, und dem bald erscheinenden Buch "Pachakuti: Return to Joy" ist Jorge Luis weltweit als Autorität für Inka- Philosophie, -Spiritualität, und-Traditionanerkannt. Er wurde in der BBC- Dokumentation "Everyman" vorgestellt, und ist oft Interviewpartner im Peruanischen Fernsehen. Jorge war Gastgeber des zweiten "Elders Gathering" am Titikakasee im März 2007. Er hat Workshops in Nord- Süd- und Mittelamerika, sowie in Europa und der Türkei gegeben. Jorge lehrt jährlich im New Yorker City's Omega Holistic Institut und im New Yorker Open Center.

Jorge Luis Delgado ist Gründer und Eigentümer von "Kontiki Tour Company" und Eigentümer von Hotels in Cusco und am Ufer des Titikaka Sees. Viel wichtiger ist, dass Jorge Luis die Priester der Anden und eingeborenen Menschen der Region kennen und respektieren. Zusätzlich zu seiner spanischen Muttersprache spricht Jorge Luis fließend Englisch, sowie drei indigene Sprachen.

Er hat eine umfangreiche Sammlung von antiken Textilien und Gegenständen, die er gegenwärtig im Taypikaka Hotel in Cusco zu einem Museum organisiert. Jorge ist in Kontakt mit solch namhaften Leuten wie Don Miguel Ruiz (Autor von "Die Vier Versprechen"), Bo Bingham (Enkel von Hiram Bingham - Entdecker von Machu Picchu), und David Childress, Autor der Serie "Lost Cities". Jorge und seine Frau haben 3 Kinder. Er lebt in Puno, Peru.

Jorge Luis hat den "Aramu Muru Doorway" in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gebracht, ein interdimensionales Portal in den Hayu Marca Bergen in Südperu. Er ist auch ein Gründungsmitglied der "Brotherhood of the Solar Disc", einer esoterischen Gesellschaft der Anden. Jorge Luis ist ein Wegweiser für dieses 10. Pachakuti, dieser Zeit der großen Veränderungen. Er lehrt, dass ein neues Bewusstsein aufsteigt, eines das in ein "Goldenes Zeitalter" führen wird, und das 2012 voll aktiviert sein wird. Er ist ein Hüter des alten Wissens und verwendet es, um an der Heilung für alle, die bereit dafür sind, mitzuwirken.